Meine Motivation dieses Buch zu schreiben


Nach 20 erfolgreichen Berufsjahren stand ich vor einem gesundheitlichen Problem, das mich zu einer Lebensumstellung, zu einer "Entschleunigung" zwang. Erst hatte ich das Problem ignoriert und als ich es nicht mehr leugnen konnte, stand ich ohnmächtig und ratlos davor. Wie soll man sein Leben aus der Schiene hebeln, in der es Jahrzehnte lange im Eilzugtempo dahinraste? Den Kopf in den Sand stecken gehört nicht zu meiner Lebensphilosophie und so reifte ein offensiver Plan, der genau das Gegenteil zum Inhalt hatte. Neue Lebenswelten und andere Lebenseinstellungen muss ich entdecken, um eine neue Sicht auf den Leistungszwang für die eigenen Besitzwünsche zu gewinnen. Die Wahl dafür fiel auf Südamerika, den gerade den Südamerikanern wird eine Leichtigkeit in ihrer Lebenseinstellung nachgesagt, von der wir gerne träumen und in der wir die Problemlösung unserer Leistungsgesellschaft sehen. Ein Grund mehr, gerade dem Südamerikanischen Klischee einmal auf den Grund zu gehen.

Auf der Suche nach geeigneter Literatur wurde ich jedoch enttäuscht. Da waren zum einen haufenweise bilderlose Reiseberichte, wo man exakt das Frühstück vom 45sten Tag nachlesen konnte und zum anderen die klassischen Reiseführer, wo man erst hinter der Fülle von Detailangaben die Faszination des Landes suchen muss. So reifte auch der Plan ein Buch herauszubringen, in dem die Reise nur als nebensächlicher roter Faden zu der Aneinanderreihung der einzelnen Themen dient. Schließlich sollen im Vordergrund die Eindrücke, die Besonderheiten und die Begegnungen mit den Menschen stehen, den nur damit kann sich der Leser ein Bild über diesen so unverwechselbar und faszinierend Kontinent machen. Südamerika soll so bunt, so eigenwillig, so temperamentvoll und so einzigartig dargestellt werden, wie es wirklich ist.